Einweisung in das Konzentrationslager
 

Erste Schockerlebnisse

Wurden die Ankommenden in das "Stammlager" eingewiesen, mußten sie Wäsche und Zivilkleidung, Wertsachen, Personalausweise und alle Kleinigkeiten abliefern. Friseure entfernten den neuankommenden Häftlingen sämtliche Haare am ganzen Körper. Nach Entkleidung und Scheren wurden sie in Räume gejagt, wo sie Brausebäder zu nehmen hatten. Meistens wurde zu heißes oder eiskaltes Wasser auf die Häftlinge niedergelassen. Die der Brause entfliehenden Häftlinge wurden durch Schläge zur Rückkehr gezwungen. Ununterbrochenes Antreiben, Schläge und Flüche versetzten die neuen Häftlinge in einen Schockzustand. Besonders hart war es für Frauen und Mädchen, die sich in Anwesenheit von höhnenden und spottenden SS-Männern entkleiden mußten. Hier ein Ausschnitt aus den Erinnerungen eines ehemaligen weiblichen Häftlings, Maria Oyrzynska:

Nach dem Bad wurde die Lagerkleidung ausgegeben, wozu man sich in die nächsten Räume begeben mußte. Wegen der Eile und der gewöhnlich großen Zahl der Neuankömmlinge wurden den aus der Badeanstalt gejagten Häftlingen im Lauf einzelne Teile der Lagerausrüstung zugeworfen. So entstand in kurzer Zeit eine Häftlingsgruppe, die in nicht passende, meistens schmutzige und verlauste Streifenanzüge gekleidet war. Holzpantinen, die anstelle von Schuhen ausgegeben wurden, erschwerten die Bewegung, besonders auf vereisten Wegen im Winter.

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105.JPG (14658 Byte) Einweisung in das Frauenlager von Auschwitz-Birkenau
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