Von Wuppertal nach Auschwitz
 

Das Schicksal der Anneliese Cohn

Wer war Anneliese Cohn, deren Koffer sich zwischen anderen Gepäckstücken in Auschwitz befindet?

Die erste Spur fand sich im Wuppertaler Stadtarchiv, in Unterlagen, die dem Archiv von der Jüdischen Kultusgemeinde überlassen worden waren. Bei einer flüchtigen Durchsicht der Gestapo-Listen mit den über 1000 Namen der in den Jahren 1941 und 1942 aus Wuppertal nach Osten verschleppten jüdischen Mitbürger begegnete uns Anneliese Cohn wieder. Das Verzeichnis der am 26. Oktober 1941 nach Litzmannstadt (Lodz) im besetzten Polen deportierten Wuppertaler Juden umfaßt 202 Namen, darunter auch den von Anneliese Cohn. Außerdem werden zwei Personen mit dem Namen Holstein aufgeführt: Julius und Rosalie Holstein. In der am 24. Oktober 1941 von der Gestapo-Leitstelle Düsseldorf, Außendienststelle Wuppertal, zusammengestellten Liste stehen auch die Geburtsdaten und Geburtsorte der Deportierten. Danach wurde Anneliese Cohn am 23. April 1919 in Rheda/Westfalen geboren - sie war am Tag ihres Abtransportes 23 Jahre alt. Julius Holstein stammte aus Gensungen im Bezirk Kassel, wo er am 15. Mai 1880 geboren war. Rosalie Holstein war eine Elberfelderin, ihr genaues Geburtsdatum: 18. Januar 1886.

 

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95.jpg (8572 Byte) Der Koffer von Anneliese Cohn, Bestandteil der ständigen Ausstellung des Museums Auschwitz
 

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